Kurzurlaub in der Rhön
26.-28.08.2002
Wasserkuppe, Jagdschloß Holzberg und Fladungen
Zum Abschluss meiner beruflichen Tätigkeit bekam ich im Dezember 2001 von meinen Kolleginnen und Kollegen einen Gutschein für das Jagdschloß Holzberg. Am 26.08. war es nun soweit. Renate und ich starteten zu einem Kurzurlaub in die Fränkische Rhön. Bei herrlichem Sommerwetter fuhren wir über Hünfeld, Tann und Hilders nach Wüstensachsen. Von dort bogen wir erst einmal zur Wasserkuppe ab. Hier herrschte reger Flugbetrieb mit Seglern und Motorflugzeugen. Nachdem wir einige Zeit den Flugzeugen zugesehen hatten, machten wir uns auf den Rundweg um die Bergkuppe und zur Sommerrodelbahn.
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Nach einer kleinen Stärkung ging es wieder nach Wüstensachsen und von dort auf der Hochrhönstraße nach Bischofsheim. Man darf nicht zu schnell fahren, um nicht die Abfahrt zum Jagdschloß Holzberg zu verpassen. Dieses befindet sich in einem Tal ca. 500 m von der Hochrhönstraße entfernt.
Chronik des Holzberghofes (aus dem Hausprospekt 2002):
Im frühen 16. Jahrhundert errichteten die Freiherren von Thüringen auf dem waldreichen Holzberg eine Eisenschmelze. Hier wurde im Tagebau gefördertes Eisenerz zu Gußeisen geschmolzen. Im Jahre 1614 wurde der älteste Teil des Schlosses, das sogenannte Forsthaus, von dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn gebaut. Sein Wappen, sowie die Jahreszahl der Errichtung sind über der Tür des Forsthauses zu sehen. Neben der Eisenschmelze wurde auch eine Maultierzucht betrieben, die jährlich etwa 30 Lastmulis züchtete.
In den folgenden Jahrhunderten wechselte der Besitz häufig unter den Rhöner Adelsgeschlechtern. Erst im Jahre 1910 ließ die damalige Besitzerin Gräfin Schimmelmann an das Forsthaus das heutige Schloß anbauen. Dieser Anbau ist die Kopie des dänischen Wasserschlosses Frederikstein. Deshalb wird das Schloß von vielen Besuchern für wesentlich älter gehalten.
Seit 1954 befindet sich das Schloß im Besitz der Familie Meinschäfer, die es zu einem Restaurant mit Gästezimmern machte. Aufgrund der malerischen Lage abseits der Ortschaften ist der Holzberghof nicht an das Stromnetz angeschlossen. Deshalb essen Sie abends in der gemütlichen Gaststube im Schein von Petroleumlampen und gehen mit Kerzenlicht zu Bett.
| Das Jagdschloss Holzberg im Internet: Holzberghof |
Hier hatten wir für 2 Übernachtungen gebucht. In der Chronik ist eigentlich alles gesagt. Es geht auch ohne Stromanschluss. Auf den Fernseher kann man ja schließlich auch mal verzichten! Die Gaststätte können wir sehr empfehlen.
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Den Dienstag nutzten wir zu einem Besuch des Fränkischen Freilandmuseums in Fladungen.
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Zu dem Bild unten rechts: In solchen Bänken begann auch für mich 1947 der Stress!!!
Nach diesen beiden schönen Tagen und einem guten Frühstück traten wir am 29.08. die Heimreise an. In der Hessischen Rhön wurden wir von Dunst, Nebel und Regen empfangen.
zur Homepage von Gerhard Kolbe
20.11.02 gck